Skip to content

Geschäftsbedingungen für Unternehmen

Stand: 24. September 2026

Inhalt

1. Geltungsbereich und Begriffe

Diese Geschäftsbedingungen regeln die Verträge zwischen Sarah Grothe (Handelsname Fast Forward Typing, 20 allée Georges Récipon, 75019 Paris, France, SIRET SIRET-Nummer folgt], nachfolgend »Anbieter«) und Unternehmen, Behörden und sonstigen beruflich oder gewerblich Handelnden (nachfolgend »Kunde«) über Team-Lizenzen für den 10-Finger-System-Kurs und zugehörige Leistungen. Verbraucher kaufen nach den [AGB für Verbraucher.

»Nutzer« sind die vom Kunden benannten Personen (zum Beispiel Mitarbeitende, Auszubildende), die die Leistungen nutzen. Eine »Lizenz« berechtigt einen namentlich benannten Nutzer zur Nutzung.

Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden, insbesondere allgemeine Einkaufsbedingungen, gelten nicht, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen. Individuelle Vereinbarungen im Angebot gehen diesen Bedingungen vor.

2. Leistungen

Der Anbieter stellt dem Kunden für die Vertragslaufzeit online bereit:

  • Zugang zum 10-Finger-System-Kurs für die lizenzierten Nutzer, in der jeweiligen Sprache und dem jeweiligen Tastaturlayout (Deutsch mit QWERTZ, Englisch mit QWERTY, Französisch mit AZERTY)
  • Einstufung und Messung der Tippgeschwindigkeit und Genauigkeit, auch als Vorher-Nachher-Vergleich
  • ein Team-Dashboard, das dem Kunden Teilnahme und Fortschritt seiner Nutzer zeigt (wer hat gestartet, Lernstand, Abschluss) sowie Kennzahlen als Export
  • Zertifikate für Nutzer, die den Kurs abschließen

Der genaue Umfang ergibt sich aus dem Angebot. Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Leistungen, nicht einen bestimmten Lernerfolg der Nutzer.

3. Angebot und Vertragsschluss

Anfragen über das Formular auf der Website sind unverbindlich. Der Anbieter erstellt auf Basis von Teamgröße und Bedarf ein individuelles Angebot (auch als bezahlter Pilot für eine kleinere Gruppe). Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot in Textform (E-Mail genügt) annimmt oder ein Bestellformular unterzeichnet. Angebote sind 30 Tage gültig, sofern nichts anderes angegeben ist.

4. Lizenz und Nutzungsrechte

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Leistungen durch die lizenzierten Nutzer für die interne Aus- und Weiterbildung zu nutzen. Eine Lizenz gilt für einen namentlich benannten Nutzer und darf nicht von mehreren Personen gemeinsam verwendet werden. Der Kunde kann eine Lizenz einmal auf eine andere Person übertragen, wenn der bisherige Nutzer ausscheidet oder den Kurs nicht mehr benötigt. Zusätzliche Lizenzen kann der Kunde jederzeit bestellen; sie enden mit dem ursprünglichen Vertrag.

Der Kunde darf die Leistungen weder Dritten außerhalb seines Unternehmens zugänglich machen noch Inhalte kopieren, weiterverkaufen oder für eigene Kurse verwenden. Der Kunde stellt sicher, dass seine Nutzer diese Bedingungen einhalten, und haftet für deren Verstöße.

5. Vergütung und Zahlung

Es gelten die im Angebot vereinbarten Preise je Lizenz und Jahr in Euro. Alle Preise sind Endpreise. Es wird keine Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen (Kleinunternehmerregelung, Art. 293 B CGI). Die Vergütung für das Vertragsjahr wird mit Rechnungsstellung zu Beginn der Laufzeit fällig; Zahlungsziel ist 30 Tage ab Rechnungsdatum, sofern nichts anderes vereinbart ist. Die Zahlung erfolgt per Überweisung oder über den Zahlungsdienstleister Stripe.

Bei Zahlungsverzug schuldet der Kunde Verzugszinsen in Höhe des Dreifachen des gesetzlichen Zinssatzes sowie eine Pauschale von 40 Euro für Beitreibungskosten (Art. L. 441-10 und D. 441-5 des französischen Handelsgesetzbuchs); die Geltendmachung eines weiteren Schadens bleibt vorbehalten. Bei Verzug darf der Anbieter den Zugang sperren, bis alle fälligen Beträge gezahlt sind.

6. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag beginnt mit der Freischaltung der Lizenzen und läuft 12 Monate. Er verlängert sich nicht automatisch. Eine Verlängerung erfolgt durch neue Beauftragung; der Anbieter erinnert den Kunden rechtzeitig vor Ablauf. Eine ordentliche Kündigung während der Laufzeit ist ausgeschlossen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung und Nachfrist nicht zahlt oder die Nutzungsrechte erheblich verletzt. Nach Vertragsende endet der Zugang der Nutzer; die Behandlung der Daten richtet sich nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag.

7. Pflichten des Anbieters

Der Anbieter erbringt die Leistungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers und bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform. Wartungsarbeiten kündigt er, soweit möglich, vorab an. Ein Anspruch auf ununterbrochene Verfügbarkeit besteht nicht. Support erfolgt per E-Mail an support@fastforwardtyping.com, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen. Der Anbieter darf die Leistungen weiterentwickeln, solange der vereinbarte Kern erhalten bleibt.

8. Pflichten des Kunden

Der Kunde macht wahrheitsgemäße Angaben, benennt die Nutzer, hält Zugangsdaten geheim und meldet Sicherheitsvorfälle unverzüglich. Der Kunde ist allein dafür verantwortlich, dass der Einsatz der Leistungen und die Auswertung von Nutzerdaten im Unternehmen rechtmäßig ist, insbesondere dass er seine Nutzer informiert und arbeitsrechtliche Vorgaben und Beteiligungsrechte von Arbeitnehmervertretungen beachtet.

9. Datenschutz

Für Daten der Nutzer, die im Rahmen der Team-Lizenz verarbeitet werden, ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Es gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag, der mit Vertragsschluss automatisch Vertragsbestandteil wird. Für Vertrags- und Kontaktdaten des Kunden ist der Anbieter selbst Verantwortlicher; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

10. Zertifikate

Zertifikate bescheinigen das von einem Nutzer erzielte Tempo und die Genauigkeit zu einem Zeitpunkt, gemessen mit dem Test des Anbieters. Sie sind ein Leistungsnachweis und kein staatlich anerkannter Abschluss. Bei Manipulation von Ergebnissen darf der Anbieter ein Zertifikat widerrufen.

11. Geistiges Eigentum

Alle Rechte an der Plattform, den Lektionen, Übungstexten, Zertifikatsvorlagen, Marken und Kennzeichen liegen beim Anbieter. Der Kunde erhält nur die in Ziffer 4 genannten Nutzungsrechte. Die vom Kunden und seinen Nutzern eingegebenen Daten und Ergebnisse bleiben Eigentum des Kunden bzw. der Nutzer; der Anbieter darf sie nur zur Vertragserfüllung nutzen. Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge darf der Anbieter ohne Vergütung verwenden.

12. Vertraulichkeit

Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der anderen Partei, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder sich aus den Umständen als vertraulich ergeben, geheim und nutzen sie nur für den Vertragszweck. Die Pflicht besteht bis drei Jahre nach Vertragsende fort. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder aufgrund von Gesetz oder Behördenanordnung offengelegt werden müssen.

13. Referenzen

Der Anbieter darf den Kunden nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung (E-Mail genügt) namentlich oder mit Logo als Referenz nennen. Die Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden.

14. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, und zwar begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden und höchstens auf die vom Kunden im laufenden Vertragsjahr gezahlte Vergütung. Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung für mittelbare Schäden und entgangenen Gewinn ausgeschlossen. Für Datenverlust haftet der Anbieter nur, soweit der Kunde die Daten nicht selbst exportieren konnte.

15. Höhere Gewalt

Keine Partei haftet für die Nichterfüllung ihrer Pflichten, soweit diese auf Ereignisse höherer Gewalt zurückgeht, die sie nicht vorhersehen oder abwenden konnte (zum Beispiel großflächige Ausfälle von Internet- oder Cloud-Diensten, Naturereignisse, behördliche Anordnungen). Dauert das Ereignis länger als 60 Tage an, kann jede Partei den betroffenen Vertrag kündigen; im Voraus gezahlte Beträge werden anteilig erstattet.

16. Unterauftragnehmer und Übertragung

Der Anbieter darf Dienstleister einsetzen (siehe Auftragsverarbeitungsvertrag). Die Übertragung des Vertrags durch eine Partei bedarf der Zustimmung der anderen Partei; sie darf nicht unbillig verweigert werden.

17. Änderungen dieser Bedingungen

Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für künftige Verträge ändern. Für laufende Verträge gilt die bei Vertragsschluss gültige Fassung. Änderungen, die den Kunden während der Laufzeit betreffen, teilt der Anbieter mindestens 30 Tage vorher in Textform mit; widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten sie ab Fristende, und der Anbieter weist darauf besonders hin.

18. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt französisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Vor einer Klage streben die Parteien eine gütliche Einigung an. Ausschließlich zuständig ist das für den Sitz des Anbieters zuständige Gericht, soweit gesetzlich zulässig.

19. Schlussbestimmungen

Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Bei Widersprüchen gilt folgende Rangfolge: individuelles Angebot, Auftragsverarbeitungsvertrag, diese Bedingungen. Sind einzelne Bestimmungen unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. Vertragssprache ist Deutsch; Übersetzungen dienen nur der Information.